Biochemieingenieurwesen von Flechten
Da sich das Jahr dem Ende neigt, möchten wir unsere jüngsten Meilensteine vorstellen und uns bei den vielen Menschen bedanken, die uns unterstützt haben. Das Jahr 2025 markierte den Beginn eines neuen Forschungsschwerpunkts am Lehrstuhl für Technische Biochemie: Die Bioverfahrenstechnik von Flechtenarten. Das Projekt begann als theoretische Untersuchung der komplexen Biologie von Flechten und konzentrierte sich dabei auf Biosynthesewege und das pharmazeutische Potenzial lichenöser Verbindungen. Unser Ziel war es, die ideale Schnittstelle zwischen biochemischer Technik und der auf Metabolomik basierenden Arzneimittelentwicklung zu finden. Nach Monaten intensiver Planung entwickelte sich aus diesem theoretischen Rahmen eine greifbare Forschungsrealität. Im Oktober machte die Doktorandin Lisa Mutzberg eine Exkursion in den Nationalpark Harz, um Flechten zu sammeln. Diese Expedition war von entscheidender Bedeutung für die Sammlung einer seltenen Flechtenart, was einen großen Schritt für unsere Gruppe darstellte und den Beginn experimenteller Arbeiten ermöglichte.
Strategische Zusammenarbeit und Fachkompetenz vor Ort
Ohne die Unterstützung und Begleitung des Nationalparks Harz wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Ein besonderer Dank gilt Herrn Martin Bollmann (Nationalpark-Revierleiter, Revier Hohne). Herr Bollmann half bei der Koordination der Sammeltermine während der geschäftigen Jagdsaison und unterstützte Frau Mutzberg in der Anfangsphase direkt vor Ort. Entscheidend ist, dass wir durch Herrn Bollmann wertvolle Kooperationen mit Dr. Hans-Ulrich Kison und Herrn André Seelemann aufgebaut haben. Als ehemaliger Leiter der Abteilung Naturschutz, Forschung und Dokumentation des Nationalparks ist Dr. Kisons Arbeit bei der Dokumentation der Flora des Harzes beispiellos. Seine Unterstützung auf diesem Gebiet zusammen mit seinem vertrauenswürdigen Kollegen Herrn Seelemann verschaffte unserem Team Identifizierungsexpertise für Flechten und umfangreiche Literaturressourcen, die sehr hilfreich für unsere Forschung in den kommenden Jahren sein werden.
Danksagungen
Wir danken den folgenden Personen für ihre besonderen Beiträge zu diesem Projekt im Jahr 2025:
TU Dortmund Unterstützung: Prof. Oliver Kayser (Lehrstuhl für Technische Biochemie), Frau Brigitte Trimpe (Rechtsangelegenheiten in der Forschung), Frau Bettina Höller, Herr Jörg Fischer und Frau Kristine Hemmer (Technische und administrative Assistenz) sowie Herr Jan Graw und Frau Shanice Olanipekun (Kommunikation, Übersetzungen und Support).
Verwaltung Nationalpark Harz: Frau Marlene Düngelhoef, Frau Ute Springemann, Herr Tomas Glinka und Herr Bernd Eberhardt für ihre Unterstützung bei der Prüfung unserer Sammelgenehmigung.
Nationalpark-Revierleiter: Herrn Lukas Wachsmann (Revierleiter Scharfenstein) und Herrn Olaf Eggert (Revierleiter Schierke) für ihre Korrespondenz und Beratung bezüglich der Sammlung in ihren jeweiligen Bezirken.
Wir freuen uns darauf, diese gesammelten Proben im kommenden Jahr in Daten umzusetzen. Weitere Informationen und Kontaktdaten auf der Seite von Dr. Sewes Alberts.
Weitere Informationen zum Nationalpark Harz.





